Informatik

Fakten zum Fach Informatik

Das Fach Informatik wird am Oberstufengymnasium für Schülerinnen und Schüler als Teil des ProfilE angeboten, es kann also im Rahmen der Orientierung und Profilbildung angewählt werden und ist dann – ebenso wie Spanisch – versetzungsrelevant und als Abiturprüfungsfach wählbar.

Derzeit wird Informatik als jahrgangsübergreifender Kurs angeboten, es lernen also Schüler aus allen Jahrgangsstufen gemeinsam.

Ziel des Unterrichts ist ein verständiger und sachgerechter Umgang mit Fragestellungen der Computerwissenschaft, die Kompetenz, grundlegende Programmiertechniken zu kennen und anzuwenden sowie die theoretischen und technischen Grundlagen der Informatik kennenzulernen. Für den jahrgangsübergreifenden Kurs wurde die Reihenfolge der Halbjahresthemen so umgestellt, dass zu jedem Schuljahresbeginn ein Einstieg – ein Start von NULL – möglich ist.

Im Folgenden werden die Jahresthemen vorgestellt, dabei wird auch der Bezug zum Curriculum (KCGO) hergestellt.

Jahresthema: Internet, HTML und Datenbanken

In diesem Jahr geht es darum, eine eigene, dynamische Website zu erstellen. Dazu zieht sich ein Thema als roter Faden durch das gesamte Schuljahr – im Schuljahr 2026/27 ist das Ziel das Programmieren eines kleinen sozialen Netzwerkes für ehemalige Schülerinnen und Schüler.

Die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer lernen im ersten Halbjahr zunächst die Strukturen und grundlegenden Protokolle des Internet kennen um sich danach mit dem grundlegenden Aufbau einer HTML-Datei auseinanderzusetzen, denn diese Sprache liegt jeder aufgerufenen Seite des www zugrunde. Das grundlegende Prinzip der Trennung von Inhalt und Design führt zur Auseinandersetzung mit den Style-Dateien (CSS), mit deren Hilfe die bereits erstellten HTML-Seiten mit einem einheitlichen Design versehen werden können. Ein kurzer Exkurs in die Web-Programmierung mit JavaScript ermöglicht beispielsweise das Überprüfen von Formularangaben vor dem Absenden oder das dynamische Ändern von Inhalten nach Klick oder Tipp auf die Seite.

Im zweiten Halbjahr wird die Seite dynamisch – sie ermöglicht eine Anmeldung und zeigt Inhalte je nach Nutzerin oder Nutzer an. Dazu wird die Programmiersprache php benutzt die im Zusammenspiel mit einer Datenbank diese Funktionen zur Verfügung stellen kann. Der Entwurf, die Strukturierung, das Befüllen, Auslesen und Abfragen einer Datenbank ist das zentrale Thema des Halbjahres und soll die Lernenden auch für die „Algorithmen“ der großen Konzerne sensibilisieren, mit denen bestimm wird, wer welche Inhalte zu sehen bekommt oder eben nicht.

Jahresthema: Grundlagen der Programmierung und Objektorientierung

Das große Thema dieses Jahres ist es, das grundlegende Konzepte der Programmierung zu erlernen. Als Programmiersprache dient Java und aus diesem Grund wird von der ersten Stunde an das Konzept der Objektorientierung konsequent angewendet. Dabei werden (fast) alle zu programmierenden Problemstellungen als „Objekte“ interpretiert, die Eigenschaften und Fähigkeiten haben. Das erleichtert die Modellierung der Realität und ist das derzeit am weitesten verbreitete Programmierkonzept.

Während es im ersten Halbjahr noch klassisch um Stukturen wie bspw. Bedingungen und Schleifen geht, darum wie Objekte miteinander kommunizieren und wie man ihre Eigenschfaten und Fähigkeiten nicht nur programmiert sondern auch aufruft, liegt im zweiten Halbjahr der Fokus auf grundlegenden Konzepten wie bspw. Rekursion und Datenstrukturen sowie der Programmierung von grafischen Benutzeroberflächen wie wir alle sie von Windows, Android oder MacOS kennen.

Den Abschluss des Jahres bildet die Vorstellung der Ergebnisse eines eigenen Programmierprojektes, im Schuljahr 2024/25 haben sich die Lernenden an einem einfachen Adventure-Game oder einer rudimentären Bildbearbeitung versucht.

Jahresthema: Grundlagen der theoretischen und technischen Informatik

… was die Welt im Innersten Zusammenhält … ist auch eine Frage in der Informatik. In diesem Jahr dreht sich alles um das Thema wie Computer „denken“ und wie sie grundlegend aufgebaut sind. Dabei geht es um Grammatiken und Sprachen (zumindest um Programmiersprachen), um endliche Automaten und Turingmaschinen, FlipFlops, Register und ALUs. Mit all diesen Dingen kann man zwar weder einen Computerchip selbst entwerfen und bauen oder eine Programmiersprache entwickeln, aber es vermittelt eine Idee davon, das hinter den vielen digitalen Helferlein steckt, die wir alle tagtäglich verwenden ohne weiter darüber nachzudenken. Beeindruckend: Alan Turing hat bereits in den 1940er Jahren das Konzept eines Rechners entwickelt, das heute noch grundlegend für unsere Computer ist und es gibt die Hypothese, dass alles, was man berechnen kann durch Anwendung dieser Idee möglich ist und – fast noch wichtiger – was man durch Anwendung dieser Idee nicht berechnen kann, ist gar nicht berechenbar …

Einblicke in den Kurs

Das sagen Schülerinnen und Schüler der Q4

Nur theoretische Info ist anstrengend.

Interessant

Erfahrung mit Syntax wird dir für 2/3 der Zeit helfen.

Anspruchsvoll

Oberstufengymnasium Eschwege

Gymnasium des Werra-Meißner-Kreises
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