
Unsere Q3 auf Studienfahrt in Amsterdam
Fünf Tage Amsterdam, unzählige Eindrücke und jede Menge gemeinsamer Erlebnisse: Vom 27. September bis zum 1. Oktober 2026 waren wir mit unserer gesamten Jahrgangsstufe Q3 in der niederländischen Hauptstadt unterwegs. Zwischen weltberühmten Kunstwerken, bewegender Geschichte, beeindruckender Street-Art und dem bunten Treiben der Großstadt gab es für uns viel zu entdecken.
Am frühen Sonntagmorgen machten wir uns mit einem Doppeldeckerbus auf den Weg nach Amsterdam. Nach unserer Ankunft am Nachmittag blieb bereits Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Ob beim Bummeln durch die kleinen Gassen entlang der malerischen Grachten oder beim Entdecken der zahlreichen Geschäfte und Cafés: Schon am ersten Tag konnten wir das besondere Flair der niederländischen Metropole genießen.
Am Montag starteten wir mit einem kulturellen Höhepunkt in unser Programm. Im Van-Gogh-Museum begegneten wir einigen der berühmtesten Werke des niederländischen Malers Vincent van Gogh. Besonders seine farbenprächtigen Gemälde „Sonnenblumen“ und „Iris“ begeisterten uns. Auch die eindrucksvolle Architektur des Museums machte den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Am Nachmittag wechselten wir die Perspektive und erkundeten Amsterdam vom Wasser aus. Bei einer Grachtenfahrt entdeckten wir die Stadt mit ihren historischen Häuserfassaden, zahlreichen Brücken und verwinkelten Wasserstraßen. Dass uns dabei der ein oder andere Regenschauer begleitete, tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Anschließend blieb noch Zeit für weitere Erkundungen in der Innenstadt.


Der Dienstag stand ganz im Zeichen des jüdischen Amsterdams. Am Vormittag besuchten wir das Anne-Frank-Haus, einen Ort, der uns besonders nachdenklich stimmte. Durch die Räume zu gehen, in denen sich Anne Frank und ihre Familie über zwei Jahre vor den Nationalsozialisten versteckt hielten, war eine bewegende Erfahrung. Die Enge des Verstecks, die persönlichen Schicksale und die bedrückende Vorstellung, unter ständiger Angst vor Entdeckung leben zu müssen, hinterließen bei vielen von uns einen tiefen Eindruck. Geschichte, die wir sonst aus dem Unterricht kennen, wurde hier auf besondere Weise greifbar.

Am Nachmittag setzten wir unsere Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte und Kultur im Jüdischen Museum und in der Portugiesischen Synagoge fort. Besonders bereichernd war eine Begegnung mit einem Mitglied der jüdischen Gemeinde, das sich Zeit nahm, mit einer unserer Gruppen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu beantworten und persönliche Einblicke in das jüdische Leben zu geben. So konnten wir nicht nur viel über die Vergangenheit erfahren, sondern auch einen Bezug zur Gegenwart herstellen.
Nach diesem eindrucksvollen Tag ließen wir den Abend gemeinsam in den Foodhallen ausklingen. Bei einer riesigen Auswahl an internationalen Gerichten war für jeden Geschmack etwas dabei. In lockerer Atmosphäre wurde gegessen, erzählt und gelacht.

Am Mittwoch lernten wir schließlich eine ganz andere, kreative Seite Amsterdams kennen. Mit der Fähre ging es zur ehemaligen NDSM-Werft, die sich von einem industriellen Werftgelände zu einem lebendigen Zentrum für Kunst und Kultur entwickelt hat. Schon die riesigen Graffiti und fantasievollen Wandbilder auf dem Gelände beeindruckten uns. Im dortigen STRAAT Museum tauchten wir noch tiefer in die Welt der Street-Art ein. Zwischen monumentalen Kunstwerken, außergewöhnlichen Motiven und gesellschaftskritischen Botschaften gab es jede Menge zu entdecken.
Besonders kreativ wurde es bei einer Foto-Challenge: Unsere Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe, sich selbst auf originelle Weise mit den Kunstwerken in Verbindung zu setzen. Dabei entstanden zahlreiche lustige, überraschende und einfallsreiche Fotos. Kunst einmal nicht nur zu betrachten, sondern selbst Teil davon zu werden, sorgte für viel Spaß und Begeisterung.
Am Donnerstag hieß es dann schon wieder Abschied nehmen. Mit vielen neuen Eindrücken und schönen Erinnerungen im Gepäck traten wir die Heimreise nach Eschwege an.
Was bleibt, ist die Erinnerung an eine rundum gelungene Studienfahrt. Wir haben Amsterdam als weltoffene, vielfältige und faszinierende Großstadt kennengelernt, uns mit Kunst und Geschichte auseinandergesetzt, neue Perspektiven gewonnen und vor allem viel gemeinsam erlebt. Neben dem abwechslungsreichen Programm blieb genügend Raum für eigene Entdeckungen, gute Gespräche und jede Menge Spaß.
So werden uns diese fünf Tage in Amsterdam sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben, als eine besondere gemeinsame Erfahrung in unserem letzten Schuljahr am OG.