Abiturjahrgang 2025 verabschiedet sich vom Oberstufengymnasium Eschwege
Mit einer festlichen und zugleich persönlichen Zeremonie verabschiedete sich der Abiturjahrgang 2025 am Oberstufengymnasium Eschwege von seiner Schulzeit. Im Beisein von Eltern, Freunden, Lehrkräften und Gästen nahmen die Abiturientinnen und Abiturienten ihre Zeugnisse entgegen – mit Stolz, Erleichterung und einem Hauch Wehmut.
Die Schulleiterin würdigte den Jahrgang als „klein, nicht unbedingt homogen, aber in jeder Hinsicht besonders“. Humorvoll erinnerte sie an liebevolle Eigenheiten – wie Frühstücksrituale auf der Fensterbank oder eine sehr kreative Auslegung des Ordnungssinns. Gleichzeitig hob sie das Engagement Einzelner hervor, etwa bei der Organisation eines Fußballturniers oder bei sozialen Projekten.
In akademischer Hinsicht setzte der Jahrgang ein Ausrufezeichen: Mit einem Notendurchschnitt von 2,17 erreichte er das beste Ergebnis der vergangenen fünf Jahre. Entsprechend groß war die Freude – und die Anerkennung.
Ein besonderes Highlight war die gemeinsame Abirede der Tutorinnen, die unter dem Titel „Was wir von der Literatur lernen können“ Klassiker wie Faust, Woyzeck, The Circle oder Heimsuchung auf das Leben nach der Schule bezogen. Mit literarischer Tiefe und persönlicher Wärme ermutigten sie ihre Schülerinnen und Schüler, kritisch zu denken, die eigene Stimme zu nutzen und Heimat nicht nur als Ort, sondern auch als Gefühl zu begreifen. Am Ende stand ein Shakespeare-Zitat: „We know what we are, but not what we may be.“ – als Einladung, mutig in die Zukunft zu gehen.
Auch die stellvertretende Schulsprecherin, Chiara-Marie Schmiedel, die selbst ihr Abitur ablegte, fand in ihrer Ansprache eindringliche Worte. In einer Mischung aus persönlicher Reflexion und motivierendem Blick nach vorn würdigte sie die gemeinsame Zeit als Phase des Wachstums, der Reibung und des Zusammenhalts. Sie betonte die Bedeutung gegenseitiger Unterstützung und blickte optimistisch auf das, was kommt: „Wir gehen jetzt getrennte Wege – aber das, was uns verbunden hat, tragen wir mit.“
Zahlreiche Abiturientinnen und Abiturienten wurden für besondere Leistungen geehrt: Den Scheffel-Preis für herausragende Leistungen im Fach Deutsch erhielt Felix Ellringmann, der auch – gemeinsam mit Maya Rublack – für das beste Abiturzeugnis (beide mit der Traumnote 1,0) ausgezeichnet wurde. Zudem überreichte Dr. Michael Gerloff, Vorsitzender des Fördervereins, einen „makellosen Marmorblock, in den diese makellose Note“ eingraviert ist. Den Preis für besondere fremdsprachliche Leistungen, den Weinstein-Preis, erhielt Utta Nevraev, der Französischpreis ging an Elvira Gebhardt und für herausragende Leistungen im Fach Musik wurde Anna Apel geehrt. Den Preis für sehr gute Leistungen im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld erhielt Tabea Lenz, den Karl-von-Frisch-Preis im Fach Biologie Lucia Baresel, während sich im Fach Chemie Maya Rublack, Jannis Ebeling und Lena Kellner und über Auszeichnungen freuen durften. Die beiden Letztgenannten sind ebenfalls Preisträgerin und Preisträger im Fach Mathematik.
Das besondere Engagement für die Schulgemeinde würdigten die Vertrauenslehrkräfte mit einem Gutschein an Chiara-Marie Schmiedel, die für ihr herausragendes soziales Engagement für die Schulgemeinde ausgezeichnet wurde.
Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhielten Urkunden, Bücher oder Sachpreise – unterstützt unter anderem vom Förderverein, der Ehemaligenvereinigung, Fachgesellschaften sowie lokalen Partnern wie der Buchhandlung Heinemann.
Für musikalische Höhepunkte sorgten der große Chor der Eschweger Gymnasien mit einem mitreißenden ABBA-Medley sowie Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs selbst. Bei einfühlsamen Klavierstücken – teils begleitet von Gesang – vorgetragen von Jannis Ebeling, Maja Schuchhardt und Franziska Schäfer, entstand ein besonderer Moment der Ruhe und Besinnung, der dem feierlichen Anlass einen stimmungsvollen Rahmen verlieh.
Im Anschluss an die Zeremonie wurde bei einem Sektempfang auf die gemeinsame Zeit angestoßen.
Der offizielle Abschied ist damit vollzogen – doch vor dem Abiball in Bad Sooden-Allendorf am nächsten Wochenende trifft sich der Jahrgang noch einmal beim Festumzug. Und wer weiß: Vielleicht beginnt dort schon der erste „Weißt du noch…“-Moment einer Erinnerung, die bleiben wird.
