Weimarfahrt mit allen Jahrgängen

Aus Schülersicht - Weimarfahrt aller Jahrgänge

Am 14. August machten wir uns mit unseren rund 200 Schülern und allen Lehrerinnen und Lehrern pünktlich um 8.00 Uhr morgens in vier Bussen auf den Weg nach Weimar, um den Spuren Goethes und denen des Bauhauses nachzugehen.

Nach nicht ganz zwei Stunden Fahrt kamen wir am ‚Weimar Atrium‘ an, einem Einkaufszentrum am nördlichen Rand der Weimarer Innenstadt. Nach einem Gruppenfoto starteten die jeweiligen Gruppen mit ihren Programmen. Die einzelnen Jahrgänge hatten verschiedene Programmpunkte, so waren wir als Schüler der Q3 für das Goethe-Wohnhaus, das Goethe-Nationalmuseum und eine Stadtführung mit Fokus auf das Bauhaus eingeplant.

In die Deutschkurse aufgeteilt, machte sich unsere Jahrgangsstufe auf den Weg zum Gebäudekomplex des Goethe-Wohnhauses und des Goethe-Nationalmuseums. Für uns ging es zuerst in das Wohnhaus Goethes. Mit einem Audioguide erkundeten wir im Deutsch-Leistungskurs von Frau Kapinus dann die Räume, in denen Goethe einst lebte. Durch die Audioguides erhielt man viele interessante Informationen und die Fantasie fing sofort an ein Bild von Goethe zu damaligen Lebzeiten zu spinnen und wie er wohl seine Zeit verbrachte. Nicht ganz eine Stunde verbrachten wir im Endeffekt im Goethe-Wohnhaus, obwohl ursprünglich nur 45 Minuten eingeplant waren.

Trotz der kleinen Verspätung schafften wir es noch rechtzeitig zu unserer geführten Tour durch das Goethe-Nationalmuseum. Die Frau, die diese Führung übernahm, hatte eindeutig eine große Leidenschaft für das, was sie uns erzählte. Eine Stunde lang führte sie uns durch verschiedene, mit Goethes Leben verknüpfte, Themenbereiche und brachte sie uns ein wenig näher. Ihr (hoffentlich wirklich ironisch gemeinter) Vorschlag, man könnte ja auf der Rückfahrt schnell mal Goethes Faust lesen, stieß allerdings auf wenig Begeisterungsstürme.

Nach der einstündigen Führung durch das Nationalmuseum folgte dann eine größere Zeitspanne, die wir in Kleingruppen auf eigene Faust (das Wortspiel ist tatsächlich unbeabsichtigt) in der Weimarer Innenstadt verbringen konnten.

Nur die Schüler und Schülerinnen der Kunstkurse machten sich direkt auf den Weg zu den beiden Bauhaus-Museen, da diese für sie anstatt der Stadtführung geplant waren. Hier erfuhren sie viel über den Weg der Kunst bis zur Moderne und konnten sich verschiedene Werke von Henry van de Velde, Claude Monet oder weiteren Künstlern des Bauhauses betrachten. Besonders spannend war es bei der Führung durch das Bauhaus-Museum von der Formen- und Farbenlehre der Bauhaus-Universität zu erfahren.

Alle anderen verbrachten die Zeit bis zu besagter Stadtführung entweder mit Essen oder Bummeln.
Irgendwann war es dann aber doch Zeit, sich zum Treffpunkt aufzumachen. Es dauerte dort auch nicht lange, bis unsere wirklich charmante und liebenswerte Stadtführerin auftauchte und mit uns dann schnellen Schrittes zur Bauhaus-Universität lief. Auch sie hatte sichtlich viel Leidenschaft für das, was sie erzählte und holte eine schier endlose Anzahl an Materialien aus ihrer gelben Handtasche. Beinahe zwei Stunden, anstatt der geplanten eineinhalb, erzählte sie vieles über das Weimarer Bauhaus, Architektur und das Leben der Bauhaus-Studenten.

Nach einem langen, aber sehr interessanten und informativen Tag traten wir dann wieder die Rückreise nach Eschwege an und hatten im Bus noch genug Zeit, alles Gehörte und Gesehene zu verarbeiten und mit unseren Freunden zu teilen.

Alles in allem war es eine wirklich schöne Fahrt, denn Weimar ist eine tolle Stadt mit ihrem ganz eigenen Charakter. Leider wurde das viele Zuhören nach einiger Zeit etwas anstrengend. Trotzdem würden wir einen solchen Ausflug definitiv wieder mitmachen und hoffen für die kommenden Jahrgänge, dass die Fahrt nach Weimar wieder stattfinden wird.

Kristin Dilling und Nele Mäder

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