Verabschiedung von 66 Abiturientinnen und Abiturienten

66 Abiturientinnen und Abiturienten des Oberstufengymnasiums wurden am 8. Juli in einer
Feierstunde aus der Schule entlassen und verabschiedet. Nach der zweijährigen Corona-Pause
konnte wieder unmittelbar vor der Zeugnisübergabe ein Abiturgottesdienst in der benachbarten
Apostelkirche gefeiert werden, den ein Team der Absolventen zusammen mit Pfarrer Christoph Dühr
von der Kreuzkirche vorbereitet hatte. Das Team um Benedikt Gries, Johanna Hutter und Matilda
Ruhlandt hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen: Nach dem bewegenden Gottesdienst flogen
bunte Luftballons mit vielen guten Wünschen für die jungen Erwachsenen in den Himmel. Die
Kollekte des Gottesdienstes in Höhe von 234,20 Euro war zu gleichen Teilen für die evangelische
Jugendarbeit und für „Eschwege hilft“ bestimmt.
 
Endlich durfte auch der Chor der Eschweger Gymnasien unter der Leitung von Andreas Worm wieder
die Zeugnisübergabe musikalisch mitgestalten. Und so begannen die Jugendlichen die Feierstunde in
der festlich geschmückten Aula mit einem Pop-Rock-Song der US-amerikanischen Band Wheatus und
einem Medley der bekanntesten Abba-Songs.
 
Schulsprecher Louis Kraus räumte in seinem humorvollen Rückblick auf drei Jahre OG ein, dass man
in Mathe und Latein zwar nicht immer perfekt gewesen sei, dafür aber viel über das Leben gelernt
habe und selbständiger geworden sei. Manchmal sei es mühsam gewesen mit „diesem
durchgeknallten Jahrgang“, z.B. bei den anhaltenden Diskussionen über das Abgänger-T-Shirt,
dennoch habe er sein Amt als Schulsprecher mit Freude ausgefüllt. Er bedankte sich bei den
Lehrkräften und besonders bei der Schulleitung für die Gesprächsbereitschaft und das „offene Ohr“.
 
Die stellvertretende Schulleiterin Marion Lentz gratulierte allen Abiturientinnen und Abiturienten zu
diesem Tag, der „Ende und Anfang“ gleichermaßen bedeute. Den Eltern dankte sie für die
Unterstützung ihrer heranwachsenden Kinder: „Sie haben sich in all den Jahren bestimmt profiliert
als Lehrer, Bäcker, Chauffeur, Netzwerkadministrator, Seelentröster, Finanzberater, Arzt oder
Hotelier – um nur einige Ihrer facettenreichen Berufsbilder zu nennen, die – je nach Lebenssituation
– einmal mehr oder weniger gefragt gewesen sein dürften.“ Lentz bedankte sich auch bei den
Lehrkräften, die trotz der Schwierigkeiten der Corona-Pandemie den Jahrgang gut auf die
Herausforderungen des Abiturs vorbereitet haben.
 
In ihrem Rückblick erinnerte sie an gemeinsame Erlebnisse wie die Fahrt nach Weimar im September
2019, die Fahrt zum Hessischen Landtag nach Wiesbaden, an die Herausforderungen des ersten
Lockdowns im März 2020 sowie des zweiten Lockdowns im Januar 2021 oder an die Studienfahrt
nach Leipzig im Oktober 2021.
 
Den Absolventinnen und Absolventen gab sie Worte von Rita Süssmuth aus deren Buch „Überlasst
die Welt nicht den Wahnsinnigen. Ein Brief an die Enkel“ (2020) mit auf den Weg: „Gebt Euch zu
erkennen. Seid gerade, klar und kraftvoll. Seid Menschen mit Herz und Verstand. Lebt unbequem. Stellt Euch gegen den Hass.“ Diese Worte spiegelten wider, was im Leitbild der Schule so zusammengefasst wurde: „Persönlichkeit, Verantwortung, Wege in die Zukunft“.
 
Apropo Zukunft: Am Ende ihrer Rede lud die stellvertretende Schulleiterin alle Gäste ein, am 15. Juli
2023 das fünfzigjährige Bestehen des Oberstufengymnasiums gemeinsam zu feiern. Save the date!
Anschließend überreichten die Tutorinnen und Tutoren die Abiturzeugnisse. Alle bekamen nicht nur
ihr Reifezeugnis ausgehändigt, sondern auch ein kleines Säckchen mit „seedbombs“ (kleine
Erdkugeln mit Blumensamen im Inneren).
 
20 Abiturientinnen und Abiturienten schlossen ihre schulische Laufbahn mit einer Eins vor dem Komma ab. Folgende Schülerinnen und Schüler konnten für ihre herausragenden Leistungen geehrt werden: Den Preis für das Fach Mathematik erhielten Philipp Höhn und Laslo Bode. Merle Seeger und Nele Wetterau wurden für gute Leistungen im Fach Biologie ausgezeichnet. Als bester Abiturient in Chemie durfte sich Philipp Höhn über die Ehrung freuen. Für durchgängig gute Leistungen in Chemie wurden auch Johanna Hutter und Lara Prokop ausgezeichnet.
Jonas Bodenbach wurde für seine Leistungen in Französisch ausgezeichnet, Lara Prokop für ihre Leistungen in Englisch. Luc Planner wurde für sprachlich-kreative Leistungen im Fach Deutsch mit dem Scheffel-Preis geehrt. Den von Michael Roth gestifteten Preis für besonderes Engagement für die Schulgemeinde erhielt Schulsprecher Louis Kraus. Mit der Auszeichnung verbunden ist eine Einladung zu einer dreitägigen Reise
nach Berlin. Über den Ehrenpreis für die Jahrgangsbeste, der von Dr. Michael Gerloff, dem Vorsitzenden des Fördervereins, verliehen wurde, durfte sich Merle Seeger freuen, die ihr Abitur mit der Traumnote von 1,0 abgelegt hatte.
 
Den musikalischen Schluss-Akzent setzte Ulrich Albus am Flügel, bevor dann die frischgebackenen „Ehemaligen“ gemeinsam mit Eltern und Lehrkräften auf ihre erfolgreich abgelegte Reifeprüfung anstießen.

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