„Alles ist anders!“ Feierliche Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten am Oberstufengymnasium

Keine Abi-Parties, keine Mottowoche mit witzigen Kostümierungen, kein Abi-Gottesdienst, kein festlicher Abi-Ball, kein feucht-fröhliches Johannisfest. Vieles musste aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr abgesagt werden. Als am 13. März die Nachricht kam, dass der Schulbetrieb bis zu den Osterferien eingestellt werden sollte, war das „fast wie eine Vollbremsung auf der Autobahn“, sagte Schulleiterin Margret Schulz-Bödicker in ihrer Ansprache an die Abiturientinnen und Abiturienten. Und die Atmosphäre bei den eine Woche später stattfindenden schriftlichen Prüfungen sei schon etwas surreal gewesen. Doch die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse an 84 junge Erwachsene konnte nun zum Glück stattfinden,  wenn auch ohne Eltern und Angehörige. In ihrer Ansprache nahm die Schulleiterin das augenzwinkernde Motto der Abiturienten −„Mit Abstand die Besten!“ – auf und rief die Absolventen dazu auf, auf der Basis fundierter Sachkenntnisse Verantwortung zu übernehmen. Was bleibe, seien „Haltungen, Werte, Herzensbildung“. Sie wünschte den jungen Erwachsenen, offen und gelassen, aber auch zielstrebig und gewissenhaft tragfähige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.

 

Der Schülersprecher Luca Siepmann ließ in seiner Ansprache noch einmal die vergangenen drei Jahre Revue passieren. Er erinnerte daran, wie man im August 2017 voller Aufregung zum ersten Mal das OG betreten habe und wie stark dann der Zusammenhalt unter den aus unterschiedlichen Schulen stammenden OG’lern gewachsen sei − nicht zuletzt dank der Studienfahrt nach Katalonien im letzten Herbst. Er dankte dem mit Ablauf dieses Schuljahres in den Ruhestand tretenden stellvertretenden Schulleiter Bernd Schmitt, ebenso den Lehrkräften und der Schulleiterin Margret Schulz-Bödicker für ihre Unterstützung durch Rat und Tat.

 

Die Schulleiterin freute sich darüber, dass 29 Abiturientinnen und Abiturienten mit einer Eins vor dem Komma ihre schulische Laufbahn abgeschlossen haben. Viele Schülerinnen und Schüler konnten für ihre herausragenden Leistungen geehrt werden. Die Preise im Fach Biologie gingen an Lukas Münkel und Luisa Nuhn. Beide wurden auch für ihre Leistungen im Fach Chemie durch die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) mit dem Abiturientenpreis 2020 ausgezeichnet, ebenso wie Marvin Kümmel. Sophie Renke wurde für ihre sprachlich-kreativen Leistungen im Fach Deutsch mit dem Scheffel-Preis geehrt. Luca Siepmann, der diesjährige Träger des Englisch-Preises, wurde auch für seine Leistungen im zweiten Aufgabenfeld (Geschichte, Religion, Politik und Wirtschaft) ausgezeichnet. Da Sophie Hilmes die beste Prüfung im Fach Ethik absolviert hatte, bekam sie als Anerkennung von der Deutschen Gesellschaft für Philosophie und dem Fachverband Philosophie e.V. eine Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Philosophie für die Dauer des ersten Studiums. Merle Menzel wurde für ihre Leistungen in Französisch ausgezeichnet. Gleich drei Absolventen durften sich über eine Würdigung ihres musikalischen Engagements für die Schulgemeinschaft freuen:Christian Mühlhause, Kim-Sophie Götting und Helene Salzburger. Den Preis für das Fach Mathematik erhielt Niklas Günther, der ebenfalls aufgrund seiner hervorragenden Leistungen im Fach  Physik mit einer einjährigen Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft geehrt wurde. Den Preis von Staatsminister Michael Roth für besonderes Engagement für die Schulgemeinde erhielt Luca Siepmann, der sich als Schülersprecher für die Wünsche seiner Mitschülerinnen und -schüler eingesetzt und Projekte angeschoben bzw. unterstützt hat. Mit der Auszeichnung verbunden ist eine Einladung zu einer dreitägigen Reise nach Berlin. Über den Ehrenpreis für die Jahrgangsbesten, der von Dr. Michael Gerloff, dem Vorsitzenden des Fördervereins, verliehen wurde („Sie haben große Disziplin bewiesen, eine zwingende Voraussetzung für späteren Erfolg!“), durften  sich Niklas Günther und Luca Siepmann freuen. Gunnar Höhn, der stellvertretende Vorsitzende des Schulelternbeirates, würdigte Kosta Panou für dessen besonderes Engagement für die Schulgemeinde.

Alles ist anders: Das obligatorische Foto aller Abiturientinnen und Abiturienten auf dem Schulhof wurde von oben durch eine Drohne aufgenommen − neben dem Abschiedsvideo mit vielen guten Wünschen der Lehrkräfte bietet dieses Foto hoffentlich eine bleibende Erinnerung an den so ungewöhnlichen Abschluss der dreizehnjährigen Schulzeit.

 

 

 

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Bildnachweise:
Gruppenfotos: © Paul Hartmann
Bestenehrung: © K. Gatzemeier

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OG Eschwege