Eine Studienfahrt, die zusammenschweißt

Eine Studienfahrt, die zusammenschweißt

81 Schülerinnen und Schüler, fünf begleitende Lehrkräfte, das wunderschöne sonnige Santa Susanna im Osten Spaniens und ein buntes, abwechslungsreiches Programm ─ das waren die Rahmenbedingungen für die diesjährige Studienfahrt der Q3. Klingt das nicht vielversprechend?

Am Donnerstag, den 19. September, machten sich um 18.30 Uhr zwei Busse auf den Weg nach Santa Susanna. Schon zu Beginn der ungefähr 20-stündigen Busfahrt waren Vorfreude und gute Laune bei Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und auch den Busfahrern Programm.

In Santa Susanna angekommen erkundeten wir die Gegend und den nahegelegenen Strand. Frisch ausgeruht konnten wir dann am Samstag den ersten Programmpunkt in Barcelona antreten. In unterschiedlichen Gruppen besichtigten wir die Sagrada Familia, die mit 172.5 m zukünftig höchste Kirche der Welt, welche der berühmte katalonische Architekt Gaudi 1883 zu bauen begann. Die Planung und Erbauung der Kirche ist so gigantisch, dass sie nach Gaudis Toderst zu einem Viertel fertiggestellt wurde und der Anbau voraussichtlich erst 2026 abgeschlossen sein wird. Dann gehört die Sagrada Familia zu einer der größten Kirchen der Welt. Das Innere der Kirche, die in Gaudis modernem und naturnahem Stil erbaut wurde, erinnert an einen großen magischen Wald und hinterließ einen bleibenden Eindruck bei uns.

Eine informative und lebendige Stadtführung brachte uns Gaudis Einfluss und Wirkung in ganz Barcelona nahe. Bei dem Bummel durch die wunderschöne Altstadt war auch das durchwachsene Wetter kein Störfaktor mehr. Nach etwas Freizeit, in der jeder Barcelona individuell entdecken konnte, trafen wir uns alle auf dem Berg, um mit den Wasserspielen vor dem Barcelona-Nationalpalast den Tag ausklingen zu lassen.

Den darauffolgenden Sonntag verbrachten wir am Strand von Santa Susanna. Das Wetter und der Wellengang waren perfekt für einen actionreichen oder entspannten Tag, der auch wieder individuell gestaltet werden konnte. Sogar einige Lehrer/innen haben sich (natürlich nur unter sorgsamer Aufsicht des Sportlehrers Jan Kaufmann) ins Wasser getraut.

Am Montag fuhren wir zum Kloster Montserrat, welches sich auf 721 Metern Höhe befindet. Oben angekommenbot dieses Kloster einen wunderschönen Ausblick auf das davorliegende Tal. Nach einer Besichtigung des Klosters und der Schwarzen Madonna machte sich der ganze Jahrgang auf eine Wanderung, die auf 1.200 Metern Höhe ein noch eindrucksvolleres Panorama bot, welches Lehrern und Schülern den Atem raubte ─ und das nicht nur, weil der Blick von ganz oben so grandios gewesen ist.

Nach diesem erlebnisreichen Tag konnte niemand wirklich glauben, dass am nächsten Tag gleich das nächste Highlight folgte. Am Dienstag fuhren wir in die Altstadt von Tossa Del Mar, die neben vielen Shoppingmöglichkeiten und geheimen Buchten zwischen den Felsen am Meeresufer auch rasante und wackelige Schiffsfahrten zu bieten hatte. Doch zuvor sind alle, die sich getraut haben, für eine Abkühlung in das kalte, aber klare Meer gesprungen. Dann ging es mit dem oben erwähnten Schiffwieder nach Santa Susanna und Schüler/innen und Lehrer/innen nutzten die Überfahrt, um die Felsenlandschaft zu bewundern, ein Nickerchen zu machen oder die durch den starken Wellengang verursachte Seekrankheit zu bezwingen.

Und dann war aufeinmal der letzte Tag angebrochen und es ging ein letztes Mal nach Barcelona. In geteilten Gruppen besichtigten wir entweder das Camp Nou, das große Fußballstadion des FC Barcelona, oder das Picasso-Museum in Barcelonas Altstadt. Auch war genügend Zeit vorhanden, um nach Herzenslust zu shoppen, zu essen oder noch einige Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise die große Markthalle MercadoDe La Boqueria, zu besichtigen. Seinen Abschluss fand der Tag auf dem Berg Montjuïc, auf dem alle noch einmal eine weitläufige Sicht auf die 1,8 Millionenstadt Barcelona genießen konnten.

Mehr oder weniger ausgeruht luden wir dann am Abreisetag um 10 Uhr die Koffer in die Busse. Als letzten Programmpunkt steuerten wir das Dali-Museum in Figueres an. Die Zusammenstellung der bekanntesten Werke des Surrealisten, deren Gegenstand hauptsächlich Dalis Träume waren, war einzigartig und ließ jeden über die Tiefen der menschlichen Vorstellungskraft staunen. Aber dann hieß es Abschied von Spanien zu nehmen und wir begannen wehmütig, aber auch mit Vorfreude auf Zuhause, um 14.00 den Heimweg anzutreten. Als alle am Freitag um 8 Uhr in Eschwege ankamen, war ihnen klar: Diese Abschlussfahrt hat den Jahrgang noch mehr zusammengeschweißt und keiner wird sie so schnell wieder vergessen.

Sophie Renke

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